Aktuelles
18.06.2020

Länderübergreifende Video-Konferenz zu „AGZ in der Pflege“

Unser Netzwerk mit AGZ-ExpertInnen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und erstreckt sich über mehrere Länder. Den intensivsten Austausch zum Thema „Arbeitgeberzusammenschluss“ pflegen wir zu unseren KollegInnen aus Deutschland. Durch die regelmäßigen Erfahrungsberichte lernen und profitieren wir voneinander, sodass die Weiterentwicklung des sozialpartnerschaftlichen Beschäftigungsmodells in beiden Ländern kontinuierlich Fortschritte erzielt.Da, durch die Corona-Pandemie, ein AGZ-Treffen in Berlin im ersten Halbjahr nicht möglich war, haben wir unser Austauschformat auf Video-Konferenzen verlegt – zuletzt mit dem Schwerpunkt „Arbeitgeberzusammenschlüsse im Pflegebereich“. Hier zeigt sich, dass das Interesse von verschiedenen Organisationen, Institutionen und politisch Verantwortlichen deutlich vorhanden ist. So starten in Kürze Dr. Thomas Hartmann und DI Sigrid Wölfing (tamen. Entwicklungsbüro Arbeit und Umwelt) eine Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse für den Aufbau von Arbeitgeberzusammenschlüssen zur kooperativen Fachkräftesicherung und -entwicklung mit dem Fokus auf die Gesundheits- und Pflegebranche.Hartmann und Wölfing sind AGZ-Vorreiter in Europa, haben schon mehrere Projekte erfolgreich umgesetzt und widmen sich u.a. der Frage, inwieweit gering Qualifizierte durch Schulungen und Integrationsmaßnahmen in der Kooperation in Tätigkeiten der Alltagsbegleitung und haushaltsnaher Dienstleistungen integriert werden können. Ein Thema, welches auch in Österreich interessant wäre zu erheben bzw. sich für einen Ländervergleich besonders eignen würde.Wir wünschen tamen ein erfolgreiches AGZ-Projekt und sind schon auf die Ergebnisse gespannt.[mehr]


Unser Netzwerk mit AGZ-ExpertInnen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und erstreckt sich über mehrere Länder. Den intensivsten Austausch zum Thema „Arbeitgeberzusammenschluss“ pflegen wir zu unseren KollegInnen aus Deutschland. Durch die regelmäßigen Erfahrungsberichte lernen und profitieren wir voneinander, sodass die Weiterentwicklung des sozialpartnerschaftlichen Beschäftigungsmodells in beiden Ländern kontinuierlich Fortschritte erzielt.

Da, durch die Corona-Pandemie, ein AGZ-Treffen in Berlin im ersten Halbjahr nicht möglich war, haben wir unser Austauschformat auf Video-Konferenzen verlegt – zuletzt mit dem Schwerpunkt „Arbeitgeberzusammenschlüsse im Pflegebereich“. Hier zeigt sich, dass das Interesse von verschiedenen Organisationen, Institutionen und politisch Verantwortlichen deutlich vorhanden ist.

So starten in Kürze Dr. Thomas Hartmann und DI Sigrid Wölfing (tamen. Entwicklungsbüro Arbeit und Umwelt) eine Bedarfs- und Machbarkeitsanalyse für den Aufbau von Arbeitgeberzusammenschlüssen zur kooperativen Fachkräftesicherung und -entwicklung mit dem Fokus auf die Gesundheits- und Pflegebranche.

Hartmann und Wölfing sind AGZ-Vorreiter in Europa, haben schon mehrere Projekte erfolgreich umgesetzt und widmen sich u.a. der Frage, inwieweit gering Qualifizierte durch Schulungen und Integrationsmaßnahmen in der Kooperation in Tätigkeiten der Alltagsbegleitung und haushaltsnaher Dienstleistungen integriert werden können. Ein Thema, welches auch in Österreich interessant wäre zu erheben bzw. sich für einen Ländervergleich besonders eignen würde.

Wir wünschen tamen ein erfolgreiches AGZ-Projekt und sind schon auf die Ergebnisse gespannt.


Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum
Im Bild: Alexander Szöllösy (progressNETZ) und Patrick Sudi (AGZ Südsteiermark Aktiv)
08.06.2020

Netzwerktreffen mit dem AGZ Südsteiermark Aktiv

Die ersten Schritte des AGZ Südsteiermark Aktiv sind bereits – mit der Vereinsgründung – erfolgt. Nun finden Woche für Woche Termine mit Betrieben der Südsteiermark statt, um die Vorteile eines kooperativen Personalmanagements darzulegen. Ziel des AGZ ist es, Unternehmen aus der Region anzusprechen, die branchen- und betriebsübergreifend ihre personellen Teilbedarfe zusammenlegen, um neue Mitarbeiter anzustellen und/oder höherzuqualifizieren. Über die Kooperation sollen Arbeitskräftebedarfe, die über das Stammpersonal hinausgehen, besser und flexibler abgedeckt werden.AGZ-Manager Patrick Sudi: „Der AGZ Südsteiermark Aktiv ist ein Zukunftsmodell, der den Arbeitsmarkt auf alle Fälle bereichern sollte. Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, um langfristige, regionale Arbeitsplätze zu schaffen. Der AGZ ist ein Non Profit-Verein und gezielt auf die Wünsche unserer Mitglieder und Mitarbeiter ausgerichtet. Aus diesem Grund sehen wir uns als starken Partner für alle Anliegen im Bereich HR, Sourcing sowie Beratung im Personalwesen für die Mitgliedsbetriebe. Interessierte Unternehmen und Bewerber können sich ab sofort beim AGZ Südsteiermark Aktiv melden!“[mehr]


Die ersten Schritte des AGZ Südsteiermark Aktiv sind bereits – mit der Vereinsgründung – erfolgt. Nun finden Woche für Woche Termine mit Betrieben der Südsteiermark statt, um die Vorteile eines kooperativen Personalmanagements darzulegen. 

Ziel des AGZ ist es, Unternehmen aus der Region anzusprechen, die branchen- und betriebsübergreifend ihre personellen Teilbedarfe zusammenlegen, um neue Mitarbeiter anzustellen und/oder höherzuqualifizieren. Über die Kooperation sollen Arbeitskräftebedarfe, die über das Stammpersonal hinausgehen, besser und flexibler abgedeckt werden.

AGZ-Manager Patrick Sudi: „Der AGZ Südsteiermark Aktiv ist ein Zukunftsmodell, der den Arbeitsmarkt auf alle Fälle bereichern sollte. Wir sehen uns als Schnittstelle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, um langfristige, regionale Arbeitsplätze zu schaffen. Der AGZ ist ein Non Profit-Verein und gezielt auf die Wünsche unserer Mitglieder und Mitarbeiter ausgerichtet. Aus diesem Grund sehen wir uns als starken Partner für alle Anliegen im Bereich HR, Sourcing sowie Beratung im Personalwesen für die Mitgliedsbetriebe. Interessierte Unternehmen und Bewerber können sich ab sofort beim AGZ Südsteiermark Aktiv melden!“



Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum
28.05.2020

AGZ-Umfrage unter Landwirten

Wir führen aktuell eine Umfrage unter LandwirtInnen durch, um herauszufinden, ob Personalteilung und bedarfsorientierter Arbeitseinsatz ein Thema in der österreichischen Landwirtschaft sind. Darüber hinaus erheben wir, welche Bedarfe nachgefragt werden, ob das Thema „Vertretung„ (z.B. im Krankheitsfall) auf Interesse stößt und wie landwirtschaftliche Betriebe bei der Personalsuche und längerfristigen Personalsicherung ihrer Meinung nach bestmöglich unterstützt werden können.Da vor allem in der Coronakrise sichtbar wurde, wie „verletzlich“ die Landwirtschaft ist, braucht es Maßnahmen und Lösungen, um die Betriebe und ihren wirtschaftlichen Erfolg zu unterstützen eine soziale Nachhaltigkeit für die Beschäftigten zu erzielenattraktivere Arbeitsbedingungen zu schaffen, um auch regionale Arbeitskräfte einzubindenregionale Lebensmittel in den Mittelpunkt der KonsumentInnen zu rücken Das Zauberwort heißt „Resilienz“ und spielt vor allem in der Landwirtschaft eine große Rolle.[mehr]


Wir führen aktuell eine Umfrage unter LandwirtInnen durch, um herauszufinden, ob Personalteilung und bedarfsorientierter Arbeitseinsatz ein Thema in der österreichischen Landwirtschaft sind. Darüber hinaus erheben wir, welche Bedarfe nachgefragt werden, ob das Thema „Vertretung„ (z.B. im Krankheitsfall) auf Interesse stößt und wie landwirtschaftliche Betriebe bei der Personalsuche und längerfristigen Personalsicherung ihrer Meinung nach bestmöglich unterstützt werden können.

Da vor allem in der Coronakrise sichtbar wurde, wie „verletzlich“ die Landwirtschaft ist, braucht es Maßnahmen und Lösungen, um

  • die Betriebe und ihren wirtschaftlichen Erfolg zu unterstützen
  • eine soziale Nachhaltigkeit für die Beschäftigten zu erzielen
  • attraktivere Arbeitsbedingungen zu schaffen, um auch regionale Arbeitskräfte einzubinden
  • regionale Lebensmittel in den Mittelpunkt der KonsumentInnen zu rücken


Das Zauberwort heißt „Resilienz“ und spielt vor allem in der Landwirtschaft eine große Rolle.


Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum
27.05.2020

Gründung abgeschlossen: AGZ Südsteiermark Aktiv ab sofort für steirische Betriebe im Einsatz

Die Corona-Krise zeigt uns ganz deutlich, dass Resilienz ein bedeutender Faktor ist, um für die enormen Herausforderungen gewappnet zu sein. Dies betrifft nicht nur staatliche bzw. öffentliche Strukturen, sondern auch die Regionen mitsamt ihrem Arbeitsmarkt und ihren Betrieben vor Ort. Ein wichtiger Eckpfeiler für den wirtschaftlichen Erfolg sind die Beschäftigten. In Verbindung mit einem guten Produkt, einer nachgefragten Dienstleistung und einem weitsichtigen Management sorgen sie für Stabilität, Kontinuität und „gesundes“ Wachstum – und damit für Resilienz.Oftmals ist es jedoch ein enormer Aufwand die „richtigen Mitarbeiter“ zu finden und längerfristig an das Unternehmen zu binden. Diese Aufgabe obliegt in der Regel der Personalabteilung. Gut, wenn man sich Personalisten leisten und auslasten kann. Gerade EPU, klein- und mittelständische Betriebe hatten bis dato jedoch kaum die Möglichkeit intern auf professionelle Strukturen zurückzugreifen. Dies ist nun anders!Mit dem Modell „Arbeitgeberzusammenschluss“ (AGZ) können sich auch kleinere Betriebe künftig ein schlagkräftiges Personalmanagement ins Haus holen. Das funktioniert indem sie sich bedarfsorientiert Mitarbeiter teilen, diese im Bedarfsfall gemeinsam höherqualifizieren und somit ein regionales Fachkräftemanagement – zur Stärkung ihres Betriebes – aufbauen. Der AGZ ist somit ein „Selbsthilfeinstrument für Unternehmen“ im Personalmanagement.Der Ansatz betrieblicher Kooperation ist, gerade in herausfordernden Zeiten, besser als ein Konkurrenzdenken aufrechtzuerhalten. Daher wurde in der Südsteiermark ein AGZ gegründet, um die Vorzüge von Zusammenarbeit im Personalbereich zu lukrieren. Geleitet wird dieser vom Personal-Profi Patrick Sudi. Interessierte aller Branchen und Betriebsgrößen können sich ab sofort bei ihm melden.Mehr Informationen:AGZ Südsteiermark AktivPatrick Sudi0660/ 32 07 162Emil-Gebell-Straße 3168462 Gamlitzwww.suedsteiermark-aktiv.at[mehr]


Die Corona-Krise zeigt uns ganz deutlich, dass Resilienz ein bedeutender Faktor ist, um für die enormen Herausforderungen gewappnet zu sein. Dies betrifft nicht nur staatliche bzw. öffentliche Strukturen, sondern auch die Regionen mitsamt ihrem Arbeitsmarkt und ihren Betrieben vor Ort.

Ein wichtiger Eckpfeiler für den wirtschaftlichen Erfolg sind die Beschäftigten. In Verbindung mit einem guten Produkt, einer nachgefragten Dienstleistung und einem weitsichtigen Management sorgen sie für Stabilität, Kontinuität und „gesundes“ Wachstum – und damit für Resilienz.

Oftmals ist es jedoch ein enormer Aufwand die „richtigen Mitarbeiter“ zu finden und längerfristig an das Unternehmen zu binden. Diese Aufgabe obliegt in der Regel der Personalabteilung. Gut, wenn man sich Personalisten leisten und auslasten kann. Gerade EPU, klein- und mittelständische Betriebe hatten bis dato jedoch kaum die Möglichkeit intern auf professionelle Strukturen zurückzugreifen. Dies ist nun anders!

Mit dem Modell „Arbeitgeberzusammenschluss“ (AGZ) können sich auch kleinere Betriebe künftig ein schlagkräftiges Personalmanagement ins Haus holen. Das funktioniert indem sie sich bedarfsorientiert Mitarbeiter teilen, diese im Bedarfsfall gemeinsam höherqualifizieren und somit ein regionales Fachkräftemanagement – zur Stärkung ihres Betriebes – aufbauen. Der AGZ ist somit ein „Selbsthilfeinstrument für Unternehmen“ im Personalmanagement.

Der Ansatz betrieblicher Kooperation ist, gerade in herausfordernden Zeiten, besser als ein Konkurrenzdenken aufrechtzuerhalten. Daher wurde in der Südsteiermark ein AGZ gegründet, um die Vorzüge von Zusammenarbeit im Personalbereich zu lukrieren. Geleitet wird dieser vom Personal-Profi Patrick Sudi. Interessierte aller Branchen und Betriebsgrößen können sich ab sofort bei ihm melden.


Mehr Informationen:
AGZ Südsteiermark Aktiv
Patrick Sudi
0660/ 32 07 162
Emil-Gebell-Straße 316
8462 Gamlitz
www.suedsteiermark-aktiv.at


Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum
23.04.2020

Erster Arbeitgeberzusammenschluss in Wien gegründet

Trotz der Corona-Wirren ist im März diesen Jahres ein neuer Arbeitgeberzusammenschluss in Österreich gegründet worden. Diesmal in der Bundeshauptstadt Wien. Der AGZ trägt den Namen „AGZ Complementary", hat seinen Sitz in der Leopoldstadt und ist bereits auf der Suche nach Mitarbeitern. Der AGZ Complementary soll – so die Verantwortlichen – schrittweise wachsen, wobei Betriebe aller Branchen oder Unternehmensgrößen sehr herzlich willkommen sind. Wichtig ist, dass potenzielle AGZ-Mitglieder an kooperativem und selbstorganisiertem Personal-Sharing interessiert sind und gemeinsam Arbeitskräfte einstellen möchten.Interessierte Unternehmen aus Wien und Wien-Umgebung sowie Arbeitssuchende bzw. Wechselwillige können sich ab sofort bei den AGZ-Betreibern melden: www.complementary.at[mehr]


Trotz der Corona-Wirren ist im März diesen Jahres ein neuer Arbeitgeberzusammenschluss in Österreich gegründet worden. Diesmal in der Bundeshauptstadt Wien. Der AGZ trägt den Namen „AGZ Complementary", hat seinen Sitz in der Leopoldstadt und ist bereits auf der Suche nach Mitarbeitern.

Der AGZ Complementary soll – so die Verantwortlichen – schrittweise wachsen, wobei Betriebe aller Branchen oder Unternehmensgrößen sehr herzlich willkommen sind. Wichtig ist, dass potenzielle AGZ-Mitglieder an kooperativem und selbstorganisiertem Personal-Sharing interessiert sind und gemeinsam Arbeitskräfte einstellen möchten.

Interessierte Unternehmen aus Wien und Wien-Umgebung sowie Arbeitssuchende bzw. Wechselwillige können sich ab sofort bei den AGZ-Betreibern melden: www.complementary.at


Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum
23.04.2020

Corona und der Arbeitsmarkt – ein Interview mit dem HR-Manager Dr. Alexander Norman

Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen, haben wir ein bereits vereinbartes Treffen mit Dr. Alexander Norman, seines Zeichens HR-Manager und Wirtschaftsjurist mit langjähriger Expertise im Arbeitsrecht und der Personalentwicklung, per Video-Konferenz abgehalten. Wie Norman die aktuellen Zahlen und Entwicklungen des österreichischen Arbeitsmarktes beurteilt und wie der Arbeitgeberzusammenschluss als Modell nun ins Spiel kommen könnte, verrät er uns im Interview.Herr Dr. Norman, welche ersten Schlüsse ziehen Sie aus den arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen, die uns das Corona-Virus bislang beschert hat?Alexander Norman: Leider machen sich nur wenige Menschen Gedanken über die steigende Anzahl von Arbeitslosen und deren Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Aller Wahrscheinlichkeit wird auch die Zahl der Altersarbeitslosen steigen, wobei eine große Zahl im Graubereich bleiben, das heißt nicht erfasst wird. Auch der landesweite Einsatz von Kurzarbeit kann die Kaufkraft nur symbolisch erhalten, einen Konsum nicht wirklich steuern. Das zeigt auch der massive Ölpreisverfall. Außerdem ist die Bürokratie teilweise überdimensioniert und sollte arbeitstechnisch rationalisiert und massiv reduziert werden. Weiters werden Arbeitsplätze durch Reformen wie durch Digitalisierung eingespart werden. Aber sind Rationalisierung und Digitalisierung nicht Faktoren, die in letzter Konsequenz zu Arbeitsplatzverlusten führen? Gerade in Zeiten der Krise ist davon auszugehen, dass es genug Arbeit gibt, da viele Probleme, viele Projekte einfach noch nicht gelöst bzw. angegangen wurden. Nicht nur im Pflege- und Gesundheitsbereich, sondern in anderen Branchen entsteht zusätzlicher Bedarf.Die Krise als Chance für neue Arbeitsplätze?Um neue Arbeit zu schaffen müssten folgende Maßnahmen getroffen werden. Arbeit müsste vom Begriff her weiter definiert werden und Erwerbsarbeit auf bisher nicht bezahlte Arbeit ausgeweitet werden. Arbeit müsste auch besser verteilt werden, wobei auch eine moderate Arbeitszeitverkürzung verkraftbar sein sollte. Die durch Reduktion von Arbeitslosigkeit erreichten Produktionssteigerungen sowie Schaffung neuer Arbeitsplätze könnten zu einer Entlastung der Lohnkosten verwendet werden und damit zu einer Verstärkung des Arbeitsangebotes führen. Schon die Reduktion von Überstunden könnte zu Mehrarbeit führen, darüber hinaus könnten auch branchen- wie unternehmensspezifische Arbeitszeitverkürzungen zu mehr Arbeit führen.Eine weiter entwickelte Arbeitszeitflexibilisierung kann sowohl individuellen Bedürfnissen der Arbeitnehmer wie auch arbeitgeberseitigen Produktionsbedingungen und Kriterien für eine kundenorientierte Leistungserbringung entsprechen. Wenn dies auch nach einer Quadratur des Kreises anmutet, so gibt es schon Beispiele aus der Praxis, wo gewisse Engpässe wie auch unterschiedliche Auslastungen bewältigt werden konnten. Eine Verbilligung der Arbeit müsste der Wirtschaft und ihrer Wettbewerbskraft zugutekommen. Zudem dürfte es keine Altersvorrückungen geben, die nicht mit objektivierbaren Veränderungskriterien zu begründen sind. Ferner darf es keine Überqualifizierten geben, wenn man es schafft, deren Qualifikation adäquat einzusetzen, wofür Arbeitgeber und Arbeitnehmer verantwortlich zu machen sind. Ferner kann durch Aufgabe bzw. faktische und rechtlich abgesicherte Anhebung des Pensionsantrittsalters eine zusätzliche workforce geschaffen werden, die entsprechend eingesetzt, nicht bloß Fachkräftemangel beseitigt, sondern das Pensionssystem entlastet. Das würde auch einem individuell zuordenbaren Rechtsanspruch auf Arbeit, einem allgemein gültigen Menschenrecht entsprechen.Bei Ihrem Maßnahmenpaket braucht es jedoch zwei relevante Akteure: die Politik, die den Rahmen dafür schafft, und die Arbeitgeber, die die Maßnahmen auch in den Betrieben umsetzen. Sehe ich das richtig?Grundsätzlich ist zwischen betrieblich durchzuführenden Maßnahmen zur Schaffung bzw. Erhalt von Arbeit und externen neu geschaffenen Arbeitsplätzen wie etwa Unternehmensgründungen, Start-Ups und originären Betriebsansiedelungen zu unterscheiden.  Für beide Bereiche bedarf es ebenfalls kreativer Köpfe und mutiger Investoren, Business Developer und sogenannter Job Creator, die in und für Zeiten nach der Krise von besonderer Bedeutung sind. Auch sogenannte Trend Scouts sollten hier eine wichtige Rolle spielen, insofern sie künftige Entwicklungen erkennen und ihre Möglichkeiten realistisch bewerten. Diese wären von unternehmerisch Handelnden auch umzusetzen, wofür wieder entsprechende, attraktive Rahmenbedingungen zu entwickeln bzw. anzupassen wären, eine wohl gewaltige Herausforderung für die Sozialpartner wie auch für die Regierung und die gesamte Zivilgesellschaft.Innerbetrieblich gibt es wahrscheinlich ein Bündel von möglichen durchzuführenden Arbeiten, beginnend von vorgezogenen Reparatur-, Service- Instandhaltungsarbeiten bis zur Reaktivierung von bislang nicht realisierten Projekten. Hier sollte es eine bundesweite...[mehr]


Aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen, haben wir ein bereits vereinbartes Treffen mit Dr. Alexander Norman, seines Zeichens HR-Manager und Wirtschaftsjurist mit langjähriger Expertise im Arbeitsrecht und der Personalentwicklung, per Video-Konferenz abgehalten. Wie Norman die aktuellen Zahlen und Entwicklungen des österreichischen Arbeitsmarktes beurteilt und wie der Arbeitgeberzusammenschluss als Modell nun ins Spiel kommen könnte, verrät er uns im Interview.

Herr Dr. Norman, welche ersten Schlüsse ziehen Sie aus den arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen, die uns das Corona-Virus bislang beschert hat?
Alexander Norman: Leider machen sich nur wenige Menschen Gedanken über die steigende Anzahl von Arbeitslosen und deren Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Aller Wahrscheinlichkeit wird auch die Zahl der Altersarbeitslosen steigen, wobei eine große Zahl im Graubereich bleiben, das heißt nicht erfasst wird. Auch der landesweite Einsatz von Kurzarbeit kann die Kaufkraft nur symbolisch erhalten, einen Konsum nicht wirklich steuern. Das zeigt auch der massive Ölpreisverfall. Außerdem ist die Bürokratie teilweise überdimensioniert und sollte arbeitstechnisch rationalisiert und massiv reduziert werden. Weiters werden Arbeitsplätze durch Reformen wie durch Digitalisierung eingespart werden.

Aber sind Rationalisierung und Digitalisierung nicht Faktoren, die in letzter Konsequenz zu Arbeitsplatzverlusten führen?
Gerade in Zeiten der Krise ist davon auszugehen, dass es genug Arbeit gibt, da viele Probleme, viele Projekte einfach noch nicht gelöst bzw. angegangen wurden. Nicht nur im Pflege- und Gesundheitsbereich, sondern in anderen Branchen entsteht zusätzlicher Bedarf.

Die Krise als Chance für neue Arbeitsplätze?
Um neue Arbeit zu schaffen müssten folgende Maßnahmen getroffen werden. Arbeit müsste vom Begriff her weiter definiert werden und Erwerbsarbeit auf bisher nicht bezahlte Arbeit ausgeweitet werden.
Arbeit müsste auch besser verteilt werden, wobei auch eine moderate Arbeitszeitverkürzung verkraftbar sein sollte. Die durch Reduktion von Arbeitslosigkeit erreichten Produktionssteigerungen sowie Schaffung neuer Arbeitsplätze könnten zu einer Entlastung der Lohnkosten verwendet werden und damit zu einer Verstärkung des Arbeitsangebotes führen. Schon die Reduktion von Überstunden könnte zu Mehrarbeit führen, darüber hinaus könnten auch branchen- wie unternehmensspezifische Arbeitszeitverkürzungen zu mehr Arbeit führen.
Eine weiter entwickelte Arbeitszeitflexibilisierung kann sowohl individuellen Bedürfnissen der Arbeitnehmer wie auch arbeitgeberseitigen Produktionsbedingungen und Kriterien für eine kundenorientierte Leistungserbringung entsprechen. Wenn dies auch nach einer Quadratur des Kreises anmutet, so gibt es schon Beispiele aus der Praxis, wo gewisse Engpässe wie auch unterschiedliche Auslastungen bewältigt werden konnten.
Eine Verbilligung der Arbeit müsste der Wirtschaft und ihrer Wettbewerbskraft zugutekommen. Zudem dürfte es keine Altersvorrückungen geben, die nicht mit objektivierbaren Veränderungskriterien zu begründen sind. Ferner darf es keine Überqualifizierten geben, wenn man es schafft, deren Qualifikation adäquat einzusetzen, wofür Arbeitgeber und Arbeitnehmer verantwortlich zu machen sind.
Ferner kann durch Aufgabe bzw. faktische und rechtlich abgesicherte Anhebung des Pensionsantrittsalters eine zusätzliche workforce geschaffen werden, die entsprechend eingesetzt, nicht bloß Fachkräftemangel beseitigt, sondern das Pensionssystem entlastet. Das würde auch einem individuell zuordenbaren Rechtsanspruch auf Arbeit, einem allgemein gültigen Menschenrecht entsprechen.

Bei Ihrem Maßnahmenpaket braucht es jedoch zwei relevante Akteure: die Politik, die den Rahmen dafür schafft, und die Arbeitgeber, die die Maßnahmen auch in den Betrieben umsetzen. Sehe ich das richtig?
Grundsätzlich ist zwischen betrieblich durchzuführenden Maßnahmen zur Schaffung bzw. Erhalt von Arbeit und externen neu geschaffenen Arbeitsplätzen wie etwa Unternehmensgründungen, Start-Ups und originären Betriebsansiedelungen zu unterscheiden.  Für beide Bereiche bedarf es ebenfalls kreativer Köpfe und mutiger Investoren, Business Developer und sogenannter Job Creator, die in und für Zeiten nach der Krise von besonderer Bedeutung sind. Auch sogenannte Trend Scouts sollten hier eine wichtige Rolle spielen, insofern sie künftige Entwicklungen erkennen und ihre Möglichkeiten realistisch bewerten. Diese wären von unternehmerisch Handelnden auch umzusetzen, wofür wieder entsprechende, attraktive Rahmenbedingungen zu entwickeln bzw. anzupassen wären, eine wohl gewaltige Herausforderung für die Sozialpartner wie auch für die Regierung und die gesamte Zivilgesellschaft.
Innerbetrieblich gibt es wahrscheinlich ein Bündel von möglichen durchzuführenden Arbeiten, beginnend von vorgezogenen Reparatur-, Service- Instandhaltungsarbeiten bis zur Reaktivierung von bislang nicht realisierten Projekten. Hier sollte es eine bundesweite Projektdatenbank geben, die auch Außenstehenden zugänglich sein und zu sinnvollen Kooperationen und Joint Ventures führen sollten.

Wenn wir über arbeitsmarktpolitische Strukturen sprechen, sollten auch Beschäftigungsmodelle nicht unerwähnt bleiben. Wie sehen Sie die Zukunftsaussichten für Arbeitgeberzusammenschlüsse, die Betrieben und Beschäftigten Vorteile ermöglichen?
Auch sogenannte Arbeitgeberzusammenschlüsse sollten im Austausch zu flexibleren Kooperationen zwischen benachbarten Unternehmen führen, wo eine auf die individuellen Bedarfe abgestimmte Arbeitszeit mit den betroffenen Arbeitnehmern vereinbart werden. Damit können insbesondere Teilzeitarbeitskräfte aufgewertet und abgestimmter eingesetzt werden.
Wenn in diesen Zeiten so oft von Solidarität gesprochen wird, so wäre ein besonderes Augenmerk auf die über 500.000 Jobsuchenden zu lenken, für die es keinen Job gibt und gegenüber denjenigen, die hierfür ihre Leistung einen Corona-Bonus erhalten sollen, besonders diskriminiert werden. Hier sollte seitens der Wirtschaft auf das keineswegs unbeachtliche Potenzial zurückgegriffen werden.
Es bedarf mehr als nur eines Green Deals, sondern eines Zusammenschlusses aller Kräfte und eines Versuches von Alternativen, um diese Probleme zu lösen. Die globale Krise bedarf einer umfassenden Strategie die es regional wie global zu bekämpfen gilt. Dafür bedarf es solidarischer Verhaltensweisen und einer konsequenten Aufgabe partikularer Interessen.

Herzlichen Dank für das Interview.

Zur Person: Dr. Alexander Norman
Wirtschaftsjurist (Vertragswesen, Projektmanagement, Liegenschaftsverkehr, Behördenverfahren etc.)

Human Ressource Manager mit Schwerpunkt Arbeitsrecht, Personalentwicklung und Innovationsmanagement (BVW) Personalberatung mit Kernkompetenz Outplacement, Karriereberatung, Unternehmensgründungs-Coaching, Training und Coaching im Führungskräftebereich Train the Trainer und Coaching Ausbildung, HR-Expertgroup für Trennung & Veränderung, Mitglied Initiative Unternehmenskultur, Arbeitskreise zu den Themen Arbeit und Bildung (Föhrenberg), Akkredidierter Berater für Insights Potenzial-Analysen.

Vorträge und Seminare zu den Themen Work-Life-Balance, Motivation, Personalentwicklung und Bewerbung, Führung und Kommunikation Meine Klienten kommen aus den unterschiedlichsten Branchen, Unternehmensgrößen und Hierarchiestufen.

Web: norman-consulting.com
Mail: office@norman-consulting.com



Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum
Im Bild v.l.n.r.: Univ.Ass. Christoph Riess, MSc (WU), Univ.Prof. Dr. Michael Müller-Camen, Franz Heumayr und Alexander Szöllösy
25.02.2020

Der AGZ als Personalmanagement-Modell in der Land- und Forstwirtschaft

Um die landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich in der Personalbereitstellung zu stärken, könnte in Hinkunft vermehrt das AGZ-Modell zum Einsatz gelangen. Dies ist sogar Teil des Regierungsprogrammes, welches explizit die „Schaffung von Arbeitgeberzusammenschlüssen in der Land- und Forstwirtschaft“ vorsieht. Beim AGZ-Modell geht es u.a. um das Abdecken von Arbeitskräftebedarfen über einen längeren Zeitraum. Dabei werden die planbaren, wiederkehrenden (saisonalen) Einsatzzeiten von mehreren Betrieben zusammengefasst, aufeinander abgestimmt und in Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt. Im Vordergrund steht nicht der einmalige kurzfristige Personaleinsatz, sondern eine langfristige Personalstrategie, die über viele Jahre mehr (Planungs-)Sicherheit für die Betriebe bringen soll.  Ein essentielles Ziel von Arbeitgeberzusammenschlüssen ist es motivierte Stamm-MitarbeiterInnen zu beschäftigen, die eingearbeitet werden und wiederkehrend beim gleichen landwirtschaftlichen Betrieb zum Einsatz gelangen. Verantwortung dafür trägt ein professionelles und von den Landwirten geteiltes AGZ-Management, das für die langfristige Personalplanung zuständig ist.Welche Vorzüge professionelles Personalmanagement in der Land- und Forstwirtschaft bietet und warum das AGZ-Modell heimischen Betrieben einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen aus anderen EU-Ländern bringt, haben wir am Institut für Personalmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien mit Univ.Prof. Dr. Michael Müller-Camen und Univ.Ass. Christoph Riess, MSc (WU) besprochen.[mehr]


Um die landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich in der Personalbereitstellung zu stärken, könnte in Hinkunft vermehrt das AGZ-Modell zum Einsatz gelangen. Dies ist sogar Teil des Regierungsprogrammes, welches explizit die „Schaffung von Arbeitgeberzusammenschlüssen in der Land- und Forstwirtschaft“ vorsieht.
 
Beim AGZ-Modell geht es u.a. um das Abdecken von Arbeitskräftebedarfen über einen längeren Zeitraum. Dabei werden die planbaren, wiederkehrenden (saisonalen) Einsatzzeiten von mehreren Betrieben zusammengefasst, aufeinander abgestimmt und in Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt. Im Vordergrund steht nicht der einmalige kurzfristige Personaleinsatz, sondern eine langfristige Personalstrategie, die über viele Jahre mehr (Planungs-)Sicherheit für die Betriebe bringen soll. 
 
Ein essentielles Ziel von Arbeitgeberzusammenschlüssen ist es motivierte Stamm-MitarbeiterInnen zu beschäftigen, die eingearbeitet werden und wiederkehrend beim gleichen landwirtschaftlichen Betrieb zum Einsatz gelangen. Verantwortung dafür trägt ein professionelles und von den Landwirten geteiltes AGZ-Management, das für die langfristige Personalplanung zuständig ist.

Welche Vorzüge professionelles Personalmanagement in der Land- und Forstwirtschaft bietet und warum das AGZ-Modell heimischen Betrieben einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Unternehmen aus anderen EU-Ländern bringt, haben wir am Institut für Personalmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien mit Univ.Prof. Dr. Michael Müller-Camen und Univ.Ass. Christoph Riess, MSc (WU) besprochen.


Kategorie: AGZ-Ressourcenzentrum