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Herausforderungen für KMU

Mehr als 98 % aller Unternehmen in Österreich (wie auch in allen anderen europäischen Ländern) zählen zu den Kleinst- und Kleinunternehmen. In diesen Unternehmen mit weniger als 50 MitarbeiterInnen arbeiten über 60 % aller Beschäftigten. Zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts werden von diesen Betrieben erwirtschaftet. Allein dies macht klar, welch enorme wirtschaft-
liche, aber auch soziale und gesellschaftliche Bedeutung die KMU haben.

Im Zusammenhang mit der Gründung von Arbeitgeberzusammen-
schlüssen ist es wichtig, sich die Situation der kleinen Unter-
nehmen, ihre derzeitigen Flexibilisierungsstrategien sowie die Herausforderungen durch den prognstizierten Fachkräftemangel deutlich zu machen.

Kleine Betriebe haben meist zuwenig Ressourcen, um den Anforderungen an die Flexibilisierung der Arbeitsorganisation, an die Kompetenzentwicklung der Beschäftigten und die Suche nach neuen Fachkräften gerecht zu werden.

Flexibilisierungsanforderungen muss oft mit Notlösungen begegnet werden. Mit Beschäftigten der Zeitarbeit, prekären Arbeitsverträgen oder versteckter Arbeitnehmerüberlassung am Rande der Legalität schwächen die KMU sich selbst, da die Bindung der Beschäftigten an den Betrieb aufgegeben wird. Drohender Fachkräftemangel führt zu einer verstärkten Konkurrenz um geeignetes Personal, aus der gerade die kleineren Betriebe meist als Verlierer hervorgehen, da sie in Bezug auf die Inhalte und langfristige Sicherheit des Arbeitsplatzes und die Bezahlung mit den größeren Unternehmen nicht mithalten können.

Diesen Herausforderungen können die Kleinst- und Kleinunter-
nehmen durch einen Zusammenschluss und kooperatives Personalmanagement begegnen.

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