AGZ-Fibel
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Konkurrenz und Kooperation

Der Arbeitgeberzusammenschluss leistet das Personalmana-
gement für die Mitgliedsunternehmen, die das AGZ-Personal regelmäßig einsetzen.

Die Beschäftigten besitzen ihrerseits einen festen Arbeitsvertrag, der umso tragfähiger ist, als die Unternehmen des Zusammen-
schlusses solidarisch agieren und ihr Arbeitsangebot wesentlich größer ist als das eines einzelnen Betriebes.

Vielfach wird befürchtet, dass die Beschäftigten Insiderwissen von einem zum anderen Betrieb tragen. Dem kann, wie bei Stamm-
kräften auch, mit entsprechenden Arbeitsvertragsklauseln entgegen gewirkt werden. Mit Ausnahme von hochsensiblen Bereichen ist diese Befürchtung jedoch unbegründet, da die Beschäftigten in der Regel durch den Einsatz in vielen Unter-
nehmen vielfältige Kenntnisse, Erfahrungen und eine hohe Anpassungsfähigkeit mitbringen, die allen Unternehmen nutzen.

Kooperatives Personalmanagement

In der Regel besitzen kleinere Unternehmen nicht die zeitlichen, personellen und finanziellen Ressourcen für eine vorausschau-
ende Personalentwicklung und -planung. Um in einem sich verschärfenden Wettbewerb um knapper werdende gut qualifizierte Fachkräfte mithalten zu können, benötigen sie Unterstützung.

Das Eingehen von Kooperationen mit anderen Unternehmen stellt eine Unterstützungsmöglichkeit in Form einer Selbsthilfe dar, um über Synergiegewinne zusätzliche Ressourcen zu erhalten.

Daher dient kooperatives Personalmanagement, wie es von Arbeitgeberzusammenschlüssen praktiziert wird, in erster Linie der Fachkräftesicherung für Klein- und Mittelbetriebe.

Der AGZ erledigt im Sinne kooperativen Personalmanagements für die Mitgliedsunternehmen die Rekrutierung, Einarbeitung und Qualifizierung der gemeinsam Beschäftigten im AGZ und bei Bedarf auch der Stammkräfte der Mitgliedsunternehmen. Er ist der alleinige Arbeitgeber der „geteilten“ Beschäftigten.

Kosten

Arbeitgeberzusammenschlüsse sind „Unternehmen der Unter-
nehmen“. Es gibt neben ArbeitgeberInnen und Arbeitnehmer-
Innen keinen „Dritten“, der Gewinne abschöpft.

Arbeitgeberzusammenschlüsse sind nicht auf Gewinnerzielung, sondern auf einen kostendeckenden Geschäftsbetrieb ausge-
richtet. Die Kosten, die anfallen, bestehen aus den Löhnen, den Sozialabgaben und Lohnnebenkosten und der Organisation der Arbeitseinsätze/Verwaltung der Arbeitskräfte.

Diese Organisations- und Managementkosten müssen über Mitgliedsbeiträge und Aufschläge auf die Lohnsumme finanziert werden.

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