AGZ-Fibel
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Rechtsform eines Arbeitgeberzusammenschlusses

Damit die in mehreren Unternehmen arbeitenden AGZ-Besch-
äftigten über einen einzigen Arbeitsvertrag eingestellt werden können, muss der Zusammenschluss eine Rechtsform haben.

In Frankreich und Deutschland erprobt und als überaus praktikabel erachtet sind bisher die Genossenschaft, der Verein und die GmbH, wobei die Genossen-
schaft als Gesellschaft zur Förderung der Wirtschaft ihrer Mitglieder durch den gemeinschaftlichen Geschäftsbetrieb die Idee der Arbeitgeberzusammenschlüsse am besten verkörpert.

Risiken

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Unternehmen, die sich an einem AGZ beteiligen, dieselben Risiken eingehen, als wenn sie selbst Arbeitskräfte einstellen würden, jedoch teilen sie sich dieses Risiko mit anderen Unternehmen.

Jedes Unternehmen zahlt für seine durch Überlassungsvereinbarung gebundenen Arbeitskräfte, wenn keine Alternative gefunden wird auch für den Fall, dass sie nicht in Anspruch genommen werden. Normalerweise findet sich jedoch ein Weg, die Arbeitskräfte anderweitig einzusetzen.

Die Unternehmen teilen sich ebenso das Risiko bei Krankheit. Die Risiken des gemeinsamen Geschäftsbetriebs des AGZ sind in Verträgen und Satzung festgelegt. Gleichzeitig haben alle Mitglieder Mitspracherechte bei der Leitung des AGZ. Sie können also den Grad des eingegangenen Risikos jederzeit kontrollieren und steuern.

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